Ein Comingout & „Stranger Things“

 

Ein Junge verschwindet. Ein Mädchen taucht auf. Und das Tor zu einer düsteren Parallelwelt öffnet sich. Die Netflix-Serie „Stranger Things“ hält eindeutig, was sie im Titel verspricht. Nicht in der Serienwelt, sondern in unserer verkündete Darstellerin Shannon Purser vergangene Woche, dass sie auf Männer und Frauen steht. JippieJayGay! Der STRAIGHT Mediencheck von Geraldine Schröder. 

Im November 1983 verschwindet Will Byers spurlos. Im Laub findet die Polizei nur noch sein Fahrrad. Doch der Zuschauer weiß, welchen Alptraum der Junge in der Nacht zuvor durchlebt hat. Damit beginnt die schön schaurige Story von „Stranger Things“. Die drei besten Freunde des verschwundenen Will glauben fest an sein Überleben und begeben sich selbst auf die Suche. Dabei stoßen sie auf Top Secret Experimente der Regierung und „Elf“ (Millie Bobby Brown) – ein Mädchen mit kurz rasierten Haaren, das anscheinend niemand kennt und paranormale Fähigkeiten besitzt.

Der Dorfsheriff mit dramatischer Vergangenheit und hochprozentiger Gegenwart steht mit diesem Fall vor seinem bisher größten Rätsel. Die Mutter des Jungen (gespielt von Hollywood-Star Winona Ryder) ist verzweifelt – bis sie ein Zeichen ihres Sohnes erhält. Er scheint ganz nah zu sein und doch unerreichbar. Was ist das für eine Welt, in der er gefangen gehalten wird? Und: Welches Wesen hält ihn dort fest?

 

Die Serie ist eine Hommage an Filme à la Spielberg und den Style der 80er Jahre. Die Handlung bewegt sich zwischen Teenie Lovestory, Detektivgeschichte und Gänsehautprogramm. Der atmosphärische Soundtrack liefert das i-Tüpfelchen zum Mystery-Paket.

 

Shannon Purser’s Comingout

Zwar hält die Serie keinen frauenliebenden Plot bereit, dafür eröffnete Darstellerin Shannon Purser kürzlich, dass sie auf Männer und Frauen steht.

Loved doing this shoot for @fourtwoninemag

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In der Serie spielt sie Barb, die beste Freundin der weiblichen Hauptfigur Nancy (Natalia Dyer). Sie steht für ihre Meinung ein und eckt so gerne mal bei ihren Mitschülern an. Sie sagt „nein“ zu Alkohol und pubertierenden Highschool Jungs. Ganz schön „straight“. Auch im echten Leben scheint die 19jährige für eine klare Haltung zu stehen: via Twitter machte sie ihre Bisexualität Ende April öffentlich. „Ich mache so etwas normalerweise nicht, aber ich denke, dass jetzt der richtige Zeitpunk gekommen ist, um persönlich zu werden. Ich habe mich gerade erst gegenüber meiner Familie und meinen Freunden als bisexuell geoutet“, twitterte Purser.

Bereits zuvor war sie im Netz in eine Diskussion über Frauenliebe verwickelt: In einem Post kritisierte sie Fans, die eine mögliche Beziehung zwischen zwei Frauen in ihrer neuen Serie „Riverdale“ unterstützten. Das stieß in der LGBT Community prompt auf Kritik. Gleich darauf entschuldigte sich die junge Schauspielerin für ihre anscheinend unüberlegte Wortwahl und sprach im selben Atemzug über ihre eigene Sexualität.

Diskussion hin oder her – zumindest für ihr Comingout stieß Purser bei ihren Fans auf großen Zuspruch. Allzu viel wolle sie aber noch nicht darüber sprechen, ergänzte sie – sie müsse das Ganze erstmal selbst verstehen und sei noch „sehr, sehr neu in der LGBT Community“. Ein leises „JippieJayGay“ können wir uns aber sicher bereits erlauben.

 

Einmal Gänsehaut, bitte

Wer sich mit übernatürlichen Phänomenen anfreunden und – ob lieber mit oder ohne Schulter zum Ankuscheln – Spaß am Schaudern hat, kann in Bann gezogen werden. Echte Horrorfans werden Härteres gewöhnt sein, für Gruselanfänger ist die mystische Serie eine wortwörtlich „monströse“ Einstiegsdroge.

 

JippieJay, Staffel zwei!

Die erste Staffel ist Juli 2016 bei Netflix erschienen. Noch in diesem Jahr – voraussichtlich pünktlich zu Halloween – startet die Fortsetzung Serie! Einen ersten Blick auf die Season 2 erlaubt der bereits veröffentlichte Trailer. So viel sei bereits verraten: Wir dürfen uns auf die Rückkehr alter Bekannter freuen – und natürlich auf ein neues Monster.

 

 

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